EKG OL-Weltcup 2026 Locarno Ascona Sprint

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EKG OL-Weltcup 2026 Locarno Ascona Sprint

Tino Polsini triumphiert beim Weltcup-Auftakt, Simona Aebersold wird Dritte

Erfolgreicher Saisonauftakt für das Schweizer Team. Beim ersten OL-Weltcuprennen gewinnt Tino Polsini hauchdünn, Simona Aebersold wird trotz kleineren Unsicherheiten Dritte.

Der letzte Weltcupgewinner des Jahres 2025 ist auch der erste Sieger in der neuen Saison: Tino Polsini schwang beim Saisonauftakt in Locarno beim Einzelsprint obenaus, nachdem er letztes Jahr beim Saisonfinale in Uster auch schon den Knock-Out-Sprint gewonnen hatte. Dabei distanzierte der Läufer der OLV Baselland beim Zieleinlauf auf der Piazza Grande den tschechischen Sprinter Tomáš Křivda um eine winzige Sekunde und den belgischen Sprintspezialisten Yannick Michiels um 14 Sekunden.

«Das ist fast ein wenig surreal», sagte der Sieger im Ziel, es sei schwierig einzuschätzen gewesen, wie er im Rennen stehe: «Aber dann hörte ich einen Saulärm beim Zieleinlauf und wusste, dass es nicht so schlecht gewesen sein kann.» Im gleichen Interview schaute Tino Polsini auch schon nach vorne: «Mein ganz grosses Ziel sind die Weltmeisterschaften von Genua im Juli, aber das ist natürlich ein perfekter Auftakt auf dem Weg dorthin.»

Die Bahnleger Michele Ren und Florian Howald hatten eine Sprintbahn konzipiert, die von den Läuferinnen und Läufern verschiedenste Fähigkeiten abforderten: zu Beginn, in den verwinkelten Gässchen des Dorfes Solduno, war rasches Orientieren gefragt, später folgte ein langes Teilstück mit einer herausfordernden Routenwahl, gegen das Ziel in der Stadt Locarno erschwerten künstliche Hindernisse eine ideale Linie. «Uns war es wichtig, eine herausfordernde Mischung anzubieten», sagt der ehemalige Spitzenläufer und WM-Medaillengewinner Howald zur Bahnlegung.

Bei den Herren meisterte der junge Zürcher Benjamin Wey die Routen als zweitbester Schweizer, er klassiert sich in seinem zweiten Weltcuprennen auf Rang 8. Der Routinier Daniel Hubmann wurde drittbester auf Rang 15. Auch Timo Suter, Reto Egger, Fabian Aebersold und Florian Attinger schafften den Sprung in die besten 36 und damit die Qualifikation für den Knock-Out-Sprint vom Sonntag.

Dritter und fünfter Platz für die Schweizerinnen

Die Schwedin Hanna Lundberg entschied den Sprint mit einem für diese Disziplin überdeutlichen Vorsprung für sich: 20 Sekunden trennten sie am Ende von der zweitplatzierten Norwegerin Pia Young Vik. Die Siegerin sagte: «Ich war äusserst nervös, aber nahm einfach einen Posten nach dem andern. Jetzt freue ich mich auf die nächsten Rennen, die werden ein Knaller.»

In diesem Rennen gab es ebenfalls einen Podestplatz für die Schweiz: Simona Aebersold lief auf den 3. Rang und machte unterwegs mehrere unkonventionelle Routenwahlen mit ihrer starken Laufleistung wett. Im Ziel sprach sie von einer schwierigen Woche, nachdem ihr Onkel und Trainer an einem plötzlichen Herztod verstorben war: «Der Fokus war nicht so da, ich konnte nicht vorausplanen wie gewohnt und habe Sperrgebiete und gute Routen übersehen.» Doch die Weltcupsiegerin der beiden letzten Jahre ergänzte: «Schlussendlich bin ich zufrieden, dass ich das Rennen so durchziehen konnte und zuversichtlich, dass es an den nächsten beiden Tagen besser geht.»

Die zweite Schweizer Spitzenläuferin Natalia Gemperle startete verhalten ins Rennen, sie lag bei der ersten Zwischenzeit nur auf Platz 71. Bis ins Ziel erkämpfte sie sich aber auf den guten 5. Schlussrang. Sie war mit ihrer Leistung trotzdem nicht ganz zufrieden und sagte: «Ich weiss genau, woran ich arbeiten muss bis zur Weltmeisterschaft im Juli.» Mit Paula Gross (Rang 12), Lilly Graber (Rang 29) und Deborah Stadler (Rang 34) erkämpften sich insgesamt fünf der acht gestarteten Schweizerinnen den Startplatz im Knock-Out-Sprint von Sonntag.

Morgen steht die Sprintstaffel auf dem Programm. Die Schweiz steht mit vier Sprintstaffel-Teams am Start:

SUI 1: Natalia Gemperle, Timo Suter, Fabian Aebersold, Simona Aebersold

SUI 2: Paula Gross, Tino Polsini, Florian Attinger, Lilly Graber

SUI 3: Martina Ruch, Daniel Hubmann, Benjamin Wey, Katrin Müller

SUI 4: Eline Gemperle, Pascal Schärer, Reto Egger, Deborah Stadler

Resultate

Locarno. Orientierungslauf-Weltcup. Einzelsprint. Männer (3,9 km, 50 HM, 18 Po.): 1. Tino Polsini (SUI) 13:44. 2. Tomáš Křivda (CZE) 00:01 Min. zurück. 2. Yannick Michiels (BEL) 00:14. 4. Tuomas Heikkilä (FIN) 00:23. 5. Zoltan Bujdoso (HUN) 00:26. 6. Isac von Krusenstierna (SWE) 00:29. Ferner: 8. Benjamin Wey (SUI) 00:35. 15. Daniel Hubmann (SUI) 00:59. 20. Timo Suter (SUI) 01:06. 24. Reto Egger (SUI) 01:09. 28. Fabian Aebersold (SUI) 01:16. 34. Florian Attinger (SUI) 01:23. Pascal Schärer (SUI) fehlender Posten.

Frauen (3,8 km, 45 HM, 16 Po.): 1. Hanna Lundberg (SWE) 15:15. 2. Pia Young Vik (NOR) 00:20 Min. zurück. 3. Simona Aebersold (SUI) 00:26. 4. Tereza Rauturier (CZE) 00:28. 5. Natalia Gemperle (SUI) 00:36. 6. Andrine Benjaminsen (NOR) 00:37. Ferner: 12. Paula Gross (SUI) 00:51. 29. Lilly Graber (SUI) 01:26. 34. Deborah Stalder (SUI) 01:37. 37. Katrin Müller (SUI) 01:47. 42. Eline Gemperle (SUI) 01:51. 55. Martina Ruch (SUI) 02:30.

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